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Deine Geschichte zu Heideruh

2025 baten wir Gäste ihre kleine Geschichte zu Heideruh aufzuschreiben. Wir danken allen, die sich beteiligt haben!

Als ich 17 oder 18 war, war ich bei einem Zeitzeugengespräch in Heideruh. Damals hat „der letzte Moorsoldat“ über seine Erfahrungen mit der Nazi-Zeit geredet; das hat mich wirklich sehr beeindruckt und nachaltig zu meiner Politisierung beigetragen. Danke für all‘ die Arbeit. An die Veranstaltung denke ich immer noch oft zurück. Auf die nächsten 100 Jahre!

(Er meinte den Besuch von Erwin Schultz aus Berlin, 2010 schenkte er zum Neueinstieg von Bea Trampenau „eine Woche seiner Lebenszeit“ um ihren Start zu unterstützen. Vier Abende fanden Veranstaltungen statt, auf denen er von seinem Leben als Arbeitersportler, Verfolgter und erst 1949 als 999er in den USA Befreiter erzählte.)

Heideruh ist eine ungeahnte, aber ersehnte Veränderung für mein 18jähriges Selbst. In einer Kleinstadt aufgewachsen zu sein bedeutet für Jugendliche vor allem Alkohol, Schule und kapitalistischer Konsum. Heideruh hat mir Gemeinschaft, Geschichte, Selbstorganisierung und einen Großteil meines politischen Seins mitgegeben. Heideruh und besonders die Jugendcamps sind mein Zuhause zu dem ich in guten und in schlechten Zeiten verbunden sein will. Danke
. (Lioba)

Es ist ein Ort an dem ich Gleich- (oder Ähnlich-) Gesinnte finde. Von denen gibt es sonst in Buchholz viel zu Wenige. Vielleicht kann von hier die Initiative gestartet werden, die Linken hier wieder zusammenzubringen. (Eike Seidel)

Ich war während der Bauwoche dabei, während ich mich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, geprägt von Angstzuständen und Panikattacken. Ich hatte Gedankenchaos, fast wie leicht dissoziative Zustände. Ich habe mitangepackt; immer wenn ich es brauchte, eine Pause gemacht und nach zwei Tagen Heideruh gaben die negativen Gedanken Ruhe. Es war wie die Ruhe nach dem Sturm. (Linda)

Ein Ort der Erinnerungs-Tradition, der dafür sorgt, dass nichts und niemand vergessen wird. Ein Treffpunkt für Gleichgesinnte für Kraft und Pläne für den heutigen antifaschistischen Kampf. Erinnern tu‘ ich mich sehr gerne an alle meine Besuche in Heideruh weil ich hier immer tolle Menschen treffe und mich immer sehr wohl fühle. Sehr gerne mag ich auch Sylvester in Heideruh feiern. (Tania Buschmann)

Heideruh ist für mich ein Safe-Room in dem wir freundschaftlich, solidarisch und wertschätzend miteinander umgehen. Hier kann ich eindeutig mit Antifaschist*innen zusammen sein.
 Erlebnis: In der C-Pandemie Heideruh retten. (Beate Schwartau)

Durch viele Begegnungen und Aufenthalte (v. ca. 1996-2014?) erlebte ich die „Wiedervereinigung“ auf Augenhöhe. Deshalb will ich bis zuletzt Mitglied im Verein bleiben. (Eure Erika S.; geb. 1937)

Mein Vater, Herbert Baade, (ehem. VVN BdA Vorsitzender) erhielt Spenden und Erbschaften von ehemaligen KZ-Widerstandskämpfern. Die Erbschaften und Spenden hat er in den 60/70 Jahren an unser Heideruh weitergeleitet. Das habe ich als Kind hinterfragt und mitbekommen. Solidarität hat einen unschätzbaren Wert. (Detlef Baade, Hamburg)

Ich bin bereits 1976 aus der DDR im Rahmen einer Familienzusammenführung in den Raum Hamburg gekommen. Da bin ich ziemlich bald bei den Linken gelandet. Ich komme gern nach Heideruh. Aber es gibt immer wieder Momente, speziell bei der Begegnung mit alten Genossen aus der DDR, di für mich problematisch sind. Ähnlich geht es mir beim Anhören oder Singen von bestimmten Liedern oder Vergleichbarem. (Sabine)

Was mir hier in der Zeit vom 24. bis 29. Juli 2025 am meisten zugesagt hat, war die gute Bewirtung und wie Ihr das Sommerfest organisiert habt. Eure mühevolle Arbeit hat meine höchste Anerkennung. Ein großes Dankeschön! Auch waren die Begegnungen mit anderen Festteilnehmern und das Kennenlernen und Diskussionen eine tolle Angelegenheit. (Rolf Westphal)

Jedes Jahr im März Nordkonferenz und im Juli Sommerfest und ein Mal 10 Tage Urlaub. Immer wieder prima! (Hartmut Stinton)

Ein Zuhause für Linke
Der Nachmittag mit (dem verspäteten) Gregor Gysi

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