Zum 5. Todestag von Esther Bejarano
„Ich vertraue auf die Jugend. Ich vertraue auf euch. Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“
Mit diesen und vielen anderen Worten bleibt Esther Bejarano auch fünf Jahre nach ihrem Tod unvergessen.
Am 10. Juli 2021 verlor Deutschland eine seiner wichtigsten Stimmen gegen das Vergessen und gegen Nazis. Als Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Musikerin und unermüdliche Antifaschistin hat Esther Bejarano bis ins hohe Alter gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit gekämpft. Sie schwieg nie, wenn andere wegschauten, sondern mischte sich ein – auf Bühnen, in Schulen, bei Demonstrationen und überall dort, wo ihre Stimme gebraucht wurde.

Für uns in Heideruh ist die Erinnerung an Esther eine ganz besondere. Sie war Mitglied, hat uns immer wieder besucht und ihre Gedanken, ihre Sichtweisen mit uns geteilt.. Ihr Mut, ihre Entschlossenheit und vor allem ihre unglaubliche Ausdauer waren und sind uns Vorbild und Verpflichtung zugleich. Esther zeigte, dass antifaschistisches Engagement keine Frage des Alters ist, sondern der Haltung.
Gerade in einer Zeit, in der rechte Ideologien wieder lauter werden und demokratische Werte unter Druck geraten, bleibt Esthers Vermächtnis aktueller denn je. Ihr Auftrag gilt weiter – und es liegt an uns allen, ihn mit Leben zu füllen.
Danke, Esther. Wir werden dich nicht vergessen.

Eine besondere Gelegenheit, an Esther zu erinnern, bietet sich am 25. Juli um 19.30 Uhr im Rahmen unseres Sommerfestes: Gina und Frauke Pietsch widmen ihr mit der Hommage „Ein Glück heißt Akkordeon“ einen bewegenden Abend.