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	<title>Bildungsbaustein &#8211; 100 Jahre Heideruh</title>
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	<title>Bildungsbaustein &#8211; 100 Jahre Heideruh</title>
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		<title>04.04.2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildungsbaustein: Ostermarsch-Bewegung]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein: Ostermarsch</h3>



<h2 class="wp-block-heading">Ostermarsch-Bewegung – Protest für Frieden und Abrüstung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist die Ostermarsch-Bewegung?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ostermärsche sind eine der bekanntesten Formen der Friedensbewegung in Deutschland. Jedes Jahr rund um Ostern gehen Menschen auf die Straße, um gegen Krieg, Aufrüstung und Atomwaffen zu protestieren. Die Märsche verbinden politische Forderungen mit öffentlicher Sichtbarkeit und zeigen: Frieden ist kein Zustand, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-1024x768.jpeg" alt="alter Aufkleber: SDAJ Stoppt die US-Atomraketen!" class="wp-image-1498" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-1024x768.jpeg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-300x225.jpeg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-768x576.jpeg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-1536x1152.jpeg 1536w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/HM-SDAJ-Friedenstaube_kl-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufkleber aus den 1980er Jahren</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Geschichte der Ostermärsche</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung entstand Ende der 1950er Jahre, inspiriert von britischen Protesten gegen Atomwaffen. Der erste Ostermarsch in Deutschland fand 1960 statt. In den folgenden Jahren wuchs die Bewegung stark an – besonders im Kontext des Kalten Krieges und der atomaren Aufrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus <a href="https://www.demokratiegeschichten.de/ostermarsch/">Demokratiegeschichten</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ihren Ursprung hat die Ostermarsch-Bewegung in den 50er Jahren in Großbritannien. Dort agierten verschiedene Organisationen gegen die nukleare Bewaffnung. An Ostern 1958 organisierte die&nbsp;<a href="https://cnduk.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Campaign for Nuclear Disarmament</a>&nbsp;einen Marsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston. 1960 fand dann nach dessen Vorbild – organisiert vom&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionskreis_f%C3%BCr_Gewaltlosigkeit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktionskreis für Gewaltlosigkeit&nbsp;</a>– der erste Ostermarsch in Deutschland statt. Er führte von Hamburg zum Truppenübungsplatz Bergen-Hohne, ca. 1.200 Menschen beteiligten sich.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1980er Jahren erreichten die Ostermärsche mit der Protestbewegung gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen ihren Höhepunkt. Hunderttausende beteiligten sich. Die Bewegung war dabei stets vielfältig: Gewerkschaften, Kirchen, linke Gruppen und Einzelpersonen engagierten sich gemeinsam für Abrüstung und Verständigung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist das Ziel?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Ostermärsche steht die Forderung nach einer friedlicheren Welt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Abrüstung statt Aufrüstung</li>



<li>Diplomatie statt militärischer Eskalation</li>



<li>internationale Zusammenarbeit statt Konfrontation</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es nicht nur um konkrete Konflikte, sondern um eine grundsätzliche Haltung: Sicherheit soll nicht durch militärische Stärke, sondern durch Kooperation und Gerechtigkeit entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auf die Straße für den Frieden!&#8220; Aus dem <a href="https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/auf-die-strasse-fuer-den-frieden/">Aufruf der Linken</a></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir gehen in den Ostertagen auch gegen gierige Rüstungskonzerne auf die Straße, die mit ihren Waffen Kriege anheizen und das massenhafte Töten erst möglich machen. Wir demonstrieren gegen Konzerne, die den Krieg nutzen, um ihre Profite zu steigern und unser Leben teurer zu machen. Krieg tötet nicht nur, sondern macht uns auch alle ärmer.</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Warum sind Ostermärsche heute noch relevant?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch heute sind Kriege, militärische Konflikte und globale Spannungen Realität. Gleichzeitig nehmen Rüstungsausgaben weltweit zu, und politische Debatten verschieben sich immer stärker in Richtung militärischer Lösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem ver.di Hamburg <a href="https://hamburg.verdi.de/gruppen/arbeitskreis-frieden/ostermarsch/++co++e6c6d5a2-1176-11f1-8392-e1663e3f7d23">Ostermarschaufruf 2026</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In den Jahren seit 2020 gab es mehr bewaffnete Konflikte als in den vorangegangenen drei Jahrzehnten, mit mehr Kriegstoten und einer Zunahme der Vertreibung von Menschen. Die Konfrontation zwischen den Großmächten hat ein Ausmaß erreicht, wie wir es seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr erlebt haben – einschließlich der Drohung mit dem Einsatz von Nuklearwaffen.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ostermarsch-Bewegung hält dagegen: Sie erinnert daran, dass Frieden aktiv eingefordert werden muss. Gerade in Zeiten, in denen militärische Logiken dominieren, sind zivilgesellschaftliche Stimmen für Abrüstung und Dialog wichtiger denn je.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aktuelle Forderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aktueller <a href="https://vvn-bda.de/aufruf-der-vvn-bda-zu-den-ostermaerschen-2026/">Aufruf der VVN</a>:</p>



<pre class="wp-block-verse">Die Waffen nieder!<br>Friedensfähig statt kriegstüchtig!<br><br>Mit Entsetzen erleben wir eine Welt voller grausamer Kriege nicht nur in der Ukraine, sondern in vielen Teilen der Welt.<br><br>Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten gehört zu den Bewegungen unseres Landes, die von Anfang an mahnten und in Aktion traten, wenn es um Frieden und gegen Kriegsgefahren ging. Die Antifaschist*innen handeln entsprechend dem Schwur der Häftlinge von Buchenwald: „Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“<br><br>Wir rufen in diesem Jahr besonders dringlich dazu auf, Ostermärsche und andere Aktivitäten für den Frieden zu unterstützen. Dabei arbeiten wir nicht mit rechten Kräften, wie beispielsweise AfD und Basis, zusammen.<br><br>Wir setzen uns ein für globale Abrüstung auf allen Seiten, eine Wiederbelebung der Politik der gegenseitigen Sicherheit nach dem Vorbild des Helsinki-Prozesses, der die Zusammenarbeit europäischer Staaten in der OSZE hervorbrachte.<br><br>Wir fordern:<br><br>    • Keine Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in Deutschland!<br>    • Keine neue Wehrpflicht! Für das uneingeschränkte Recht auf Kriegsdienstverweigerung.<br>    • Kein Profit mit dem Krieg! Nein zu allen Waffenlieferungen.<br>    • Abrüsten statt Aufrüsten! Investitionen in Soziales statt Kriegswirtschaft.<br>    • Asylrecht ist Menschenrecht! Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Asyl für Deserteur*innen und Kriegsdienstverweiger*innen!<br>    • Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags der Vereinten Nationen durch die BRD.<br>    • Für die Stärke des Rechts – gegen das Recht des Stärkeren! Das Völkerrecht verteidigen. Für ein Menschenrecht auf Frieden.<br>    • Dialog, Wiederaufnahme von Verhandlungen über (atomare) Abrüstung!<br>    Initiative für eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur in Europa!<br><br>Bundesausschnuss der VVN-BdA</pre>



<h3 class="wp-block-heading">Bezug zu Heideruh</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heideruh steht in einer Tradition, die aus den Erfahrungen von Krieg, Verfolgung und antifaschistischem Widerstand entstanden ist. Friedenspolitik ist daher kein abstraktes Thema, sondern Teil dieser historischen Verantwortung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="722" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/Ostermarschbild-Heideruh_kl-1024x722.jpg" alt="Kalenderseite Heideruh Kalender 2026 April Ostermärsche" class="wp-image-1499" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/Ostermarschbild-Heideruh_kl-1024x722.jpg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/Ostermarschbild-Heideruh_kl-300x212.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/Ostermarschbild-Heideruh_kl-768x541.jpg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/04/Ostermarschbild-Heideruh_kl.jpg 1078w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Heideruh Kalender 2026 April: Ostermärsche</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ort der Begegnung und politischen Bildung bietet Heideruh Raum für Diskussionen über Krieg, Frieden und gesellschaftliche Alternativen. Die Ostermärsche knüpfen genau daran an: Sie machen sichtbar, dass Engagement für Frieden Teil demokratischer Praxis ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was jede*r tun kann</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>an Ostermärschen teilnehmen oder sich informieren</li>



<li>Friedensinitiativen unterstützen</li>



<li>politische Debatten kritisch begleiten</li>



<li>sich für Dialog und Verständigung einsetzen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ostermarsch-Bewegung zeigt: Zivilgesellschaft kann Einfluss nehmen – auch in Fragen von Krieg und Frieden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-hover-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-hover-color-background-color has-background is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vvn-bda.de/aufruf-der-vvn-bda-zu-den-ostermaerschen-2026/">https://vvn-bda.de/aufruf-der-vvn-bda-zu-den-ostermaerschen-2026/</a><br><a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1181073.friedensbewegung-seit-jahren-gegen-krieg-die-geschichte-der-ostermaersche.html">https://www.nd-aktuell.de/artikel/1181073.friedensbewegung-seit-jahren-gegen-krieg-die-geschichte-der-ostermaersche.html</a><br><a href="https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/geschichte-des-ostermarsches-in-deutschland">https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/geschichte-des-ostermarsches-in-deutschland</a><br><a href="https://www.demokratiegeschichten.de/ostermarsch/">https://www.demokratiegeschichten.de/ostermarsch/</a></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto Aufkleber: hm</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide"/>
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		<title>08.03.2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[365Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenk-/Jahrestage]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildungsbaustein: Der Internationale Frauentag]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein: Der Internationale Frauentag</h2>



<h2 class="wp-block-heading">Gleichberechtigung erkämpfen, verteidigen, weiterdenken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Frauentag ist weit mehr als ein historischer Gedenktag. Er ist ein politischer Aktionstag! Als dieser macht er – weltweit – sichtbar, wie weit der Weg zur tatsächlichen Gleichberechtigung noch ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geschichte des Internationalen Frauentags</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der („westliche“; siehe Kasten) Internationale Frauentag entstand aus der Arbeiter*innen- und Frauenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Eine zentrale Rolle spielte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen einen jährlichen und weltweiten Aktionstag „Tag der Frauen“ für Frauenrechte vorschlug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1921&nbsp;war es erneut&nbsp;Clara Zetkin, mittlerweile Mitglied der KPD, die bei der&nbsp;Zweiten Internationalen Konferenz&nbsp;der Kommunistinnen ein einheitliches Datum für den Frauentag weltweit forderte. Aus der Konferenz ging der Beschluss hervor, dass der Internationale Weltfrauentag am&nbsp;8. März&nbsp;stattfinden sollte.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 37%"><div class="wp-block-media-text__content">
<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die frühen Forderungen waren klar:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wahlrecht für Frauen</li>



<li>bessere Arbeitsbedingungen</li>



<li>soziale Absicherung</li>



<li>politische Teilhabe</li>
</ul>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="600" height="600" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1.jpg" alt="Grafik mit Frauenzeichen" class="wp-image-1274 size-full" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1.jpg 600w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-300x300.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-150x150.jpg 150w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-500x500.jpg 500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1911 wird er in vielen Ländern jährlich begangen – heute ein Symbol für die anhaltende Auseinandersetzung um Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Sicherheit von Frauen und Mädchen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gleichberechtigung in Deutschland: Fortschritte – und große Lücken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland hatte der Frauentag zunächst eine kurze Geschichte, denn während des Faschismus war er verboten und wurde 1934 durch den „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ (Muttertag) ersetzt. Auch international verlor er zunächst in dieser Zeit an Bedeutung und wurde erst danach wieder aufgegriffen und begangen: Zunächst vor allem in sozialistischen und antifaschistischen Bewegungen (und Ländern). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute wird der 8. März weltweit begangen und ist sogar in einigen Ländern ein offizieller Feiertag. In Deutschland auch in den Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern; die anderen Bundesländer entschieden sich dagegen. Aber: was nicht ist, kann ja noch werden 🙂</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauentag-LandeszIMG_6119-1024x768.jpg" alt="Zeitungsausschnitt aus der Landeszeitung" class="wp-image-1290" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauentag-LandeszIMG_6119-1024x768.jpg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauentag-LandeszIMG_6119-300x225.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauentag-LandeszIMG_6119-768x576.jpg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauentag-LandeszIMG_6119.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-nv-site-bg-color has-neve-link-color-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-07737ddd9e4f71c3f316fa090d8bba83 wp-block-paragraph"><strong>In Deutschland wird – nach wie vor – am 8. März deutlich: </strong><br><strong>Rechte, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wurden erkämpft – und müssen nach wie vor verteidigt und erstritten werden. Gleichzeitig zeigt der Blick auf aktuelle Debatten, dass patriarchale Strukturen weiterhin tief in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verankert sind. Die unglaubliche Realität ist, dass eine Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gewalt gegen Frauen – ein anhaltendes Problem</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonders erschreckender Bereich ist die Gewalt gegen Frauen. Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Auch in Deutschland werden jedes Jahr zahlreiche Frauen Opfer von Femiziden (Mord aufgrund ihres Geschlechts). Laut aktuell verfügbaren Daten wurden&nbsp;mindestens 360 Frauen&nbsp;im Jahr 2025 in Deutschland durch Gewalt getötet, was einer Rate von fast einer Frau pro Tag entspricht.&nbsp;Die Tendenz zeigt eine steigende Entwicklung. Die Dunkelziffer liegt höher: Deutschland verfügt&nbsp;nicht über eine bundesweite, einheitliche Definition oder Statistik&nbsp;zu Femiziden. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">BKA-Präsident Holger Münch im November 2025:&nbsp;„Die Zahl der Straftaten an Frauen steigt kontinuierlich. Wir sehen hier allerdings nur das Hellfeld. Gerade bei Häuslicher Gewalt, die oft hinter verschlossenen Türen geschieht, gibt es ein hohes Dunkelfeld. Erste Ergebnisse unserer aktuellen Opferbefragung LeSuBiA zeigen, dass nur ein Bruchteil der tatsächlich erlebten Gewalt zur Anzeige gebracht wird.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiges internationales Instrument zum Schutz von Frauen ist die Istanbul Convention. Sie verpflichtet Staaten dazu, Gewalt gegen Frauen zu verhindern, Betroffene zu schützen und Täter konsequent zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland wird allerdings seit Jahren darüber diskutiert, wie konsequent die Vorgaben dieser Konvention tatsächlich umgesetzt werden – etwa beim Ausbau von Frauenhäusern oder bei Präventionsmaßnahmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Strukturelle Ungleichbehandlung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen verdienen im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Sie sind häufiger in Teilzeit beschäftigt, übernehmen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 42%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag beträgt aktuell&nbsp;32,4 Prozent.&nbsp;&nbsp;Dies entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozentpunkten gegenüber der vorherigen Wahlperiode und katapultiert Deutschland auf Platz 46 im weltweiten Vergleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Equal Pay Day 2026&nbsp;fand am&nbsp;27. Februar 2026&nbsp;statt und markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke in Deutschland, die laut Statistischem Bundesamt bei&nbsp;16 Prozent&nbsp;lag (Stand: Dezember 2025).&nbsp;&nbsp;Dies bedeutet, dass Frauen im Durchschnitt&nbsp;58 Tage unbezahlt&nbsp;arbeiten müssen, um das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu erreichen.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="600" height="600" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1.jpg" alt="Grafik mit Frauenzeichen" class="wp-image-1274 size-full" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1.jpg 600w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-300x300.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-150x150.jpg 150w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/Frauenzeichen1-500x500.jpg 500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Thema körperliche Selbstbestimmung zeigt sich, dass Männer weiterhin das Sagen haben. Die Debatte um den Schwangerschaftsabbruch zeigt, dass Frauen noch immer nicht vollständig selbst über ihren Körper entscheiden können. (Der Strafrechtsparagraph Paragraph 218 stellt Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich unter Strafe und regelt sie nur unter bestimmten Bedingungen als straffrei.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Ausdruck patriarchaler Denkstrukturen ist, dass medizinische Forschung und Gesundheitsversorgung lange Zeit und weiterhin vor allem auf männliche Körper ausgerichtet sind. Viele Studien, Medikamententests oder Diagnoseverfahren berücksichtigen geschlechtsspezifische Unterschiede nur unzureichend – mit teilweise erheblichen Folgen für die Gesundheit von Frauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wir jetzt brauchen – ein Aufruf zum Handeln</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Ratifikation der Istanbul‑Konvention in Deutschland</strong> – Ohne diese rechtliche Basis bleibt der Schutz vor Gewalt lückenhaft.</li>



<li><strong>Abschaffung des § 218</strong> – Eine echte Selbstbestimmung über den eigenen Körper erfordert die Abschaffung strafrechtlicher Hürden und den Ausbau freier Beratungsangebote.</li>



<li><strong>Mehr Frauen in Forschung</strong> – Klinische Studien müssen verpflichtend geschlechtsspezifisch auswerten und mindestens 50 % weibliche Teilnehmende sicherstellen, um evidenzbasierte Medizin für alle zu gewährleisten .</li>



<li><strong>Bildungs- und Aufklärungsprogramme</strong> – Schulen und Betriebe sollten Programme zu Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltprävention integrieren, um stereotype Rollenbilder aufzubrechen.</li>



<li>Festlegung einer einheitlichen <strong>Definition von Femiziden im Strafrecht</strong> und konsequente Programme, die Frauen schützen.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Frauenrechte weltweit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">International ist die Situation vieler Frauen noch deutlich schwieriger. In zahlreichen Ländern sind Frauen weiterhin von politischer Teilhabe ausgeschlossen, haben eingeschränkten Zugang zu Bildung oder sind rechtlich Männern untergeordnet – und sie werden vergewaltigt und ermordet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Staaten werden Frauenrechte derzeit auch wieder zurückgedrängt – etwa durch Einschränkungen beim Zugang zu Bildung, durch Verbote reproduktiver Gesundheitsversorgung oder durch staatliche Kontrolle über Kleidung und Lebensführung.</p>



<p class="has-nv-site-bg-color has-neve-link-color-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-f79b61f622039bc77d54d55104b3eea9 wp-block-paragraph"><strong>Der Internationale Frauentag erinnert deshalb auch daran: Frauenrechte sind Menschenrechte. Und sie sind weltweit weiterhin umkämpft.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber: was andere Länder bereits umgesetzt haben</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:31% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920-1024x724.jpg" alt="" class="wp-image-1283 size-full" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920-1024x724.jpg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920-300x212.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920-768x543.jpg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920-1536x1086.jpg 1536w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/03/geralt-female-454869_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag die Situation in vielen Ländern deutlich dramatischer sein, als in Deutschland, so es gibt auch Ländern, die um einiges weiter sind:</p>
</div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Skandinavien: Schweden, Norwegen und Finnland haben die Istanbul‑Konvention vollständig implementiert und bieten kostenlose Rechtsberatung, Schutzunterkünfte und spezialisierte Polizeieinheiten für Gewaltopfer.</li>



<li>Spanien hat 2021 ein Gesetz zur „Gewalt gegen Frauen“ ratifiziert, das Täter frühzeitig identifiziert und restriktive Maßnahmen gegen häusliche Gewalt vorsieht.</li>



<li>Kanada hat einen nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen, der gezielte Förderprogramme für Frauen in Wissenschaft und Technologie beinhaltet.</li>
</ul>



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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column has-neve-link-color-background-color has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:3.64%"></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:96.36%">
<p class="wp-block-paragraph">Heideruh bekennt sich zum Internationalismus. Deshalb möchte ich auf einen Artikel von Morgane Llanque aufmerksam machen, auf den ich im Magazin „Good Impact“ zum internationalen Frauentag gestoßen bin. Er lautet „Suffragetten international“ und stellt heraus, dass es überall auf der Welt Kämpfer*innen für Emanzipation gibt und gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel stellt hauptsächlich das Buch „Feminisms: A Global History“ von Lucy  Delaps vor, das ein umfassendes Bild feministischer Bewegungen über fast drei Jahrhunderte hinweg liefert und damit, laut Llanque die gängige euro‑zentrische Erzählung in Frage stellt. Statt die Geschichte ausschließlich auf Europa und die USA zu beschränken, zeigt es, wie Frauen weltweit – von Asien über Afrika bis nach Lateinamerika – für Gleichberechtigung kämpften und eigene feministische Konzepte entwickelten und entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es werden einige Belege für die Vielfalt der Bewegungen vorgestellt und dafür, dass sie auch eine lange Geschichte haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispielsweise…</p>



<p class="wp-block-paragraph">… die frühe Frauenrechtsaktivistinnen in Japan im späten 19./frühen 20. Jahrhundert, die Bildung und Arbeitsrechte forderten.<br>… die Zhenshchina‑Bewegung in den späten 1800er Jahren in Russland, die sich für Rechtsreformen und politische Teilhabe eingesetzt hat.<br>… die Bestrebung von Aktivistinnen wie Huda Sha’arawi in Ägypten, die 1923 den ägyptischen Frauenbund gründeten und Proteste für das Wahlrecht organisierten.<br>… die Reformbewegungen um Raja Ram Mohan Roy und später die All India Women’s Conference (1930er) in die Indien, die gegen Kinderehen und für Bildungszugang kämpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch belegt, so Morgane Llanque, dass die Emanzipationskämpfe weit über Europa und die USA hinausreichen. Die internationalen Beispiele aus Japan, Russland, Ägypten, Indien und vielen anderen Regionen zeigen, dass feministische Ideen und Aktionen stets lokal verwurzelt, aber gleichzeitig Teil eines weltweiten Dialogs waren. Delaps Werk liefere damit nicht nur eine neue Geschichtsschreibung, sondern auch wertvolle Impulse für aktuelle feministische Strategien.</p>
</div>
</div>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-hover-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-hover-color-background-color has-background is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern haben wir bereits auf den <a href="https://100-jahre-heideruh.de/07-03-2026/" data-type="post" data-id="1252">Aktionstag zum Internationalen Frauentag</a> hingewiesen und zu den Demos und anderen Aktionsformen aufgerufen. </p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Bild Frauenzeichen mit Weltkugel von <a href="https://pixabay.com/de/users/geralt-9301/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=454869">geralt</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=454869">Pixabay</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide"/>
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		<title>12.02.2026</title>
		<link>https://100-jahre-heideruh.de/13-02-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[365Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildungsbaustein:
Menschenrechte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Einem Menschen seine Menschenrechte verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu missachten.“ <br>Nelson Mandela</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein:<br>Menschenrechte – universell, unveräußerlich und unter Druck<br>Was sind Menschenrechte?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechte sind grundlegende Rechte, die jedem Menschen allein aufgrund des Menschseins zustehen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung oder politischer Überzeugung. Sie schützen die Würde des Menschen und bilden die Grundlage für Freiheit, Gleichheit und ein selbstbestimmtes Leben. Menschenrechte gelten universell, sie sind unveräußerlich und unteilbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine kurze Geschichte der Menschenrechte </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee der Menschenrechte entwickelte sich über Jahrhunderte. Wichtige Meilensteine waren die Aufklärung, die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution und – als Reaktion auf die Verbrechen des Nationalsozialismus – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948. Sie war eine direkte Konsequenz aus Krieg, Völkermord und systematischer Entrechtung und sollte sicherstellen: Nie wieder dürfen Menschen schutzlos der Gewalt von Staaten ausgeliefert sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="wp-block-themeisle-blocks-image-9877bef5"><img loading="lazy" decoding="async" width="693" height="193" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.56.57.png" alt="" class="wp-image-1093" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.56.57.png 693w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.56.57-300x84.png 300w" sizes="auto, (max-width: 693px) 100vw, 693px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Menschenrechte in der Bundesrepublik Deutschland</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rein sachlich: </strong>In Deutschland sind die Menschenrechte fest im Grundgesetz verankert. Artikel 1 stellt unmissverständlich klar: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Alle staatliche Gewalt ist an die Grundrechte gebunden. Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Gleichberechtigung und der Schutz von Minderheiten sind keine politischen Angebote, sondern verfassungsrechtliche Verpflichtungen – entstanden aus den historischen Erfahrungen von Diktatur und Menschenrechtsverletzungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aktueller Anlass: Menschenrechte weltweit unter Druck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) schlägt gerade Alarm. „So bedroht wie lange nicht seien die Menschenrechte weltweit, mahnt sie in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht für 2025 mit Kapiteln zu mehr als 100 Staaten und Regionen.“, so das ND am 04.02.2026<br>Der Bericht dokumentiert Angriffe auf Rechtsstaatlichkeit, Einschränkungen von Presse- und Versammlungsfreiheit, die Verfolgung von Minderheiten und den Abbau demokratischer Strukturen. Menschenrechte geraten zunehmend unter Druck – nicht nur in autoritären Staaten, sondern auch in Demokratien.</p>



<h3 class="wp-block-heading">… auch in Deutschland</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Faktisch: </strong>Auf der faktischen Ebene ist es jedoch fraglich, ob hier nicht einfach nur „Papier geduldig“ ist. Denn viele staatliche behördliche Entscheidungen und Gesetzesvorlagen – gerade aktuell in Fragen des Asylrechts, der Gesundheitsfürsorge, des Umgang mit Arbeitslosigkeit, Armut und Arbeitnehmer*innen (vor allem die lächerliche Teilzeitarbeit-Diskussion) – lassen die Frage aufkommen, ob hier nicht dieser wesentliche Paragraph unseres Grundgesetzes einfach ignoriert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Human Rights Watch verliert auch Deutschland an Glaubwürdigkeit. So wird kritisiert, dass sich die Lebenssituation von Zugewanderten und ihren Nachkommen verschlechtert. »Grund dafür sei, dass „politische Rhetorik der AfD von demokratischen Parteien verstärkt übernommen wurde“, sagt HRW-Rassismusforscherin Almaz Teffera. Wohl in Anspielung auf die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Oktober ausgelöste Stadtbild-Debatte, mahnt sie, es sei schädlich, Menschen mit Migrationshintergrund erst als Problem zu bezeichnen, und dann zu beteuern, die „guten Migranten, die hier fleißig arbeiten“, seien natürlich nicht gemeint. Außenpolitisch habe sowohl die Ampel-Koalition als auch die schwarz-rote Bundesregierung international moralischen „Kredit verspielt“, sagte Frisch. Hauptgrund dafür sei die „fast bedingungslose Unterstützung der Bundesregierung gegenüber der Regierung in Israel“ im Gaza-Krieg.« (Zitat Frankfurter Rundschau 04.02.2026)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum uns das betrifft </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechte sind kein theoretisches Thema und kein dehnbarer Begriff. Sie werden schrittweise ausgehöhlt, wenn sie relativiert, gegeneinander ausgespielt oder zur Disposition gestellt werden. Wer beginnt, Menschen in „mehr“ und „weniger wert“ einzuteilen, stellt das Fundament der Demokratie infrage. Der Schutz der Menschenrechte ist daher keine Selbstverständlichkeit, sondern eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezug zu Heideruh </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heideruh steht in einer Tradition, die aus der Erfahrung von Menschenrechtsverletzungen entstanden ist. Als Ort der Begegnung, Erinnerung und politischen Bildung erinnert Heideruh daran, warum Menschenrechte erkämpft wurden – und warum sie verteidigt werden müssen. Menschenrechte sind hier kein abstrakter Begriff, sondern Grundlage für Solidarität, Verantwortung und demokratisches Handeln im Hier und Jetzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Randnotiz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim „googeln“ nach „Menschenrechten“ werden von der „Zitatsuchmaschine“ der Informatik HU Berlin tonnenweise Trump Zitate ausgespielt. Darunter dieses hier. </p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="wp-block-themeisle-blocks-image-1b131919"><img loading="lazy" decoding="async" width="788" height="265" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.54.06.png" alt="" class="wp-image-1094" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.54.06.png 788w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.54.06-300x101.png 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-04-um-20.54.06-768x258.png 768w" sizes="auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es nicht so furchtbar wäre, wäre es zum „totlachen“. Beides.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-hover-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-hover-color-background-color has-background is-style-wide"/>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong><br><a href="https://zitatsuchmaschine.informatik.hu-berlin.de/topic/Menschenrecht?order=relevance">https://zitatsuchmaschine.informatik.hu-berlin.de/topic/Menschenrecht?order=relevance</a><br><a href="https://www.buboquote.com/de/zitate/tag/102-menschenrechte">https://www.buboquote.com/de/zitate/tag/102-menschenrechte</a><br><a href="https://martin-luther-king-zentrum.de/zitate/">https://martin-luther-king-zentrum.de/zitate/</a><br><a href="http://www.poeteus.de/zitat/Die-G%C3%BCte-des-Menschen-ist-eine-Flamme-die-zwar-versteckt-aber-nicht-ausgel%C3%B6scht-werden-kann/388">www.poeteus.de/autor/Nelson-Mandela/29</a><br><a href="https://www.fr.de/politik/human-rights-watch-warnt-vor-zerfall-des-menschenrechtssystems-94154681.html">https://www.fr.de/politik/human-rights-watch-warnt-vor-zerfall-des-menschenrechtssystems-94154681.html</a></p>



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		<title>29.01.2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[365Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildungsbaustein: Engagement und Selbstwirksamkeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Baustein entsteht ganz spontan und aus eigener „Betroffenheit“. Ich komme gerade wieder von den Omas gegen Rechts. In meinem Ort Ahrensburg sind wir seit ca. zwei Jahren JEDEN Samstag auf dem Rondell (das ist ein zentraler Platz im Ort). Wenn es keine größere Veranstaltung zu bestimmten Anlässen ist, stehen wir einfach da, halten unser Schild hoch und verteilen unsere Flyer und versuchen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Was mich dabei gerade heute am meisten erschüttert hat, ist, wie die Leute vielfach auf uns reagieren. Wegsehen, einen großen Bogen um uns machen, bewusst vertieft in Gespräche. Klar, es passieren auch positive Reaktionen. Heute kam eine Radfahrerin und rief uns zu: „Danke, danke, dass ihr hier immer so tapfer steht.“ Doch auch da denke ich: Und warum stehst du nicht hier? Und frage mich: Leute, habt ihr den Schuss immer noch nicht gehört? Und so kommt es zu dem</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein #3<br>„Wann ist es schlimm genug?“ – Engagement, Selbstwirksamkeit und der lange Moment des Zögerns</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Die Frage hinter dem Zögern</h3>



<p class="wp-block-paragraph"> Viele Menschen sehen, was passiert: der Rechtsruck, die Normalisierung rechter Sprache, die Erfolge der AfD. Und trotzdem bleiben viele still, abwartend, zurückhaltend – auch sonst politisch Engagierte. Die unausgesprochene Frage scheint zu lauten: Ist es wirklich schon so schlimm? Oder anders: Wann ist es schlimm genug, um aufzustehen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abwarten als Risiko </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ab März stehen zahlreiche Landtagswahlen an. Wahlen, bei denen sich entscheidet, wie viel Einfluss eine Partei bekommt, die offen gegen demokratische Grundprinzipien, Minderheitenrechte und eine pluralistische Gesellschaft arbeitet und die eigentlich verboten gehört. </p>



<pre class="wp-block-verse"> Müssen erst 50 Prozent erreicht sein, bevor der Punkt gekommen ist, an dem viele sagen: Jetzt gehen wir auf die Straße – jetzt mischen wir uns ein – jetzt engagieren wir uns?!?!!</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Geschichte zeigt: Demokratien werden selten plötzlich abgeschafft. Sie werden schrittweise ausgehöhlt, während viele glauben oder noch hoffen, dass es „nicht so weit kommt“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum so viele ihre eigene Wirkung unterschätzen </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Worum geht es hier? Gleichgültigkeit? Zu viel privates „um die Ohren“? Oder hat diese Zögern was mit fehlender Selbstwirksamkeitserfahrung zu tun. Also um die Frage, was es bringt, «allein» zu demonstrieren? Was es überhaupt (noch) bringt?  Ich denke da an Empowerment. Empowerment bedeutet, genau diese Erfahrung zu machen: Mein Handeln zählt. Ich bin nicht allein. Es gibt andere, die dieselben Sorgen haben – und gemeinsam entsteht Wirkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewegungen wie „Omas gegen Rechts“, lokale Initiativen, Demonstrationen oder Bildungsangebote zeigen genau das: Engagement ist möglich, sichtbar und wirksam. Letztens bei einem OgR Frühstück (<a href="https://omasgegenrechts-ahrensburg.de/">Omas gegen Rechts, Ahrensburg</a>) haben wir uns als „Sand im Getriebe“ definiert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0421.jpeg" alt="" class="wp-image-886" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0421.jpeg 640w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0421-300x225.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Demokratie braucht Beteiligung – und zwar JETZT! </h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Demokratie ist kein Zuschauersport!! </strong>Demokratie ist kein Zustand, der sich von selbst erhält! Sie lebt davon, dass Menschen sich einmischen, bevor autoritäre Kräfte Mehrheiten erreichen. Aufstehen gegen Rechts beginnt nicht erst im Ausnahmezustand, sondern im Alltag und im jetzt: durch Präsenz, durch Teilnahme, durch klare – und GEZEIGTE – Haltung. Und durch Protest, Verweigerung und zivilen Ungehorsam.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Engagement beginnt vor der Eskalation: Was jede*r tun kann </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratisches Engagement beginnt nicht erst bei großen Aktionen. Jede Handlung zählt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>auf Demonstrationen gehen – auch, wenn man sich unsicher fühlt</li>



<li>Initiativen wie Omas gegen Rechts, autonome Zentren, linke Parteien unterstützen oder sich anschließen</li>



<li>Begegnungsstätten und demokratische Lernorte besuchen, buchen und weiterempfehlen</li>



<li>Gespräche führen, widersprechen, Haltung zeigen</li>



<li>sich informieren, vernetzen und andere ermutigen</li>



<li>durch kontinuierliche freiwillige Arbeit Initiativen gegen Rechts unterstützen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Bezug zu Heideruh </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heideruh versteht sich als Ort, an dem genau diese Erfahrungen von Beteiligung und Selbstwirksamkeit möglich werden. Als Begegnungsstätte bietet Heideruh Raum für Austausch, politische Bildung und gemeinsames Nachdenken darüber, wie Engagement aussehen kann – jenseits von Ohnmacht und Rückzug. Hier wird erfahrbar, dass Demokratie vom Mitmachen lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom Wissen zum Handeln zu kommen, ist ein Prozess. Aber er beginnt mit dem ersten Schritt – nicht erst dann, wenn es zu spät ist.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px">Heike (die Webseiten-Tante von Heideruh 🙂 und Teil der AG 100 Jahre Heideruh)</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide"/>
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		<title>19.01.2026</title>
		<link>https://100-jahre-heideruh.de/19-01-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[365Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
		<category><![CDATA[Heideruh]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://100-jahre-heideruh.de/?p=817</guid>

					<description><![CDATA[Bildungsbaustein: Begegnungsstätte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Bildungsbaustein entsteht aus persönlichen Erfahrung. Zum einen natürlich, weil mir die Begegnungsstätte Heideruh nicht nur ans Herz gewachsen ist, sondern ich sie auch gerne nutze. Zum anderen, weil es in meiner Jugend Begegnungsstätten und Bildungsangebote von Verbänden waren, die mir den Weg in politische Bildung eröffnet haben. Dort habe ich gelernt, dass gesellschaftspolitisches Engagement nichts Abstraktes, sondern sehr konkret ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Orten habe ich erfahren, dass Beteiligung möglich ist, dass Fragen gestellt, Positionen entwickelt und Konflikte ausgehalten werden können – und dass eigenes Handeln Wirkung entfalten kann. Was Selbstwirksamkeit bedeutet: gemeinsam denken, diskutieren, organisieren und verändern.<br>Ohne diese Räume der Begegnung gäbe es vieles von dem, was heute mein politisches Denken und Handeln prägt, nicht. Genau deshalb sind Begegnungsstätten für mich nicht nur Gebäude oder Angebote, sondern demokratische Erfahrungsräume.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein #2<br>Begegnungsstätten als demokratische Orte</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind Begegnungsstätten?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Begegnungsstätten sind Orte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen und Perspektiven zusammenkommen. Sie bieten Raum für Austausch, Lernen, Diskussion und gemeinsames Handeln. Im Unterschied zu rein touristischen oder kommerziellen Orten steht hier nicht der Konsum im Mittelpunkt, sondern das Miteinander.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-820" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-1024x678.jpg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-300x199.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-768x509.jpg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-1536x1017.jpg 1536w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-1-kl-2048x1357.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-821" srcset="https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-1024x678.jpg 1024w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-300x199.jpg 300w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-768x509.jpg 768w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-1536x1018.jpg 1536w, https://100-jahre-heideruh.de/wp-content/uploads/2026/01/Pavillon-innen-2-kl-2048x1357.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:17px">Der Pavillion von Heideruh als zentraler Tagungsraum</p>



<h3 class="wp-block-heading">Historischer Bezug</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele heutige Begegnungsstätten haben ihre Wurzeln bereits in den 1920er Jahren. Verbände wie die Naturfreunde, Arbeiter-Sportvereine, Schreber- und Heimatvereine aus den Großstädten erwarben damals Häuser und Grundstücke im Grünen. Diese Orte dienten Erholung, Bildung und Gemeinschaft – und waren eng verbunden mit der Arbeiterbewegung, gewerkschaftlichem Engagement und demokratischen Reformbestrebungen der Weimarer Republik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden diese Orte enteignet, gleichgeschaltet und für ihre Zwecke missbraucht. Die Häuser gingen an NS-Organisationen über, ihre ursprünglichen Träger wurden verfolgt, aufgelöst oder ins Exil gezwungen. Begegnungsstätten wurden so Teil der nationalsozialistischen Infrastruktur – gegen ihren ursprünglichen Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 1945 begann ein oft jahrelanger, konfliktreicher Prozess der Rückgabe. In vielen Fällen mussten Nachfolgevereine und neu gegründete Verbände hart darum kämpfen, ihre Häuser zurückzuerhalten. Dass Begegnungsstätten heute wieder Orte demokratischer Bildung und Begegnung sind, ist daher kein Zufall, sondern Ergebnis von Beharrlichkeit, politischem Willen und antifaschistischem Engagement.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unter Beschuss in der Gegenwart</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heute geraten demokratische Begegnungsstätten zunehmend unter Druck. Rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure – darunter die AfD und ihr Umfeld – diffamieren politische Bildung, stellen Förderungen infrage und greifen Orte an, die für Vielfalt, Antifaschismus und demokratische Werte stehen. Ziel ist es, Räume der kritischen Auseinandersetzung zu delegitimieren oder finanziell auszutrocknen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unverzichtbar!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade weil sie angegriffen werden, sind Begegnungsstätten heute wichtiger denn je. Sie ermöglichen reale Begegnungen jenseits von Hasskampagnen und digitaler Zuspitzung. Sie bieten Schutzräume für demokratische Praxis, für Diskussion, Lernen und solidarisches Handeln – und damit genau das, was autoritäre Kräfte schwächen wollen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Widerstand im Alltag</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratischer Widerstand kann sehr sehr viel sein. Für mich zeigt er sich auch in alltäglichen Entscheidungen: Begegnungsstätten zu besuchen, zu buchen, dort Tagungen, Seminare oder Urlaube zu verbringen. Wer diese, unsere Orte nutzt, stärkt sie praktisch – finanziell, strukturell und symbolisch. Nutzung ist Unterstützung. Präsenz ist Haltung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezug zu Heideruh</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heideruh ist Teil dieser demokratischen Infrastruktur. Als Begegnungsstätte steht es für Erinnerung, Bildung und Austausch – und damit für Werte, die nicht selbstverständlich sind. Heideruh lebendig zu halten heißt, einen demokratischen Ort zu schützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht abstrakt, sondern ganz konkret: durch Kommen, Bleiben, Wiederkommen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px">Heike (AG 100 Jahre)</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Begegnungsstätten heute</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vergleichbare Orte wie Heideruh gibt es so gut wie keine mehr. Die VdN-Heime der DDR fielen 1989 der Treuhandgesellschaft zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlebt haben (neben den Häusern der Naturfreunde):</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bakuninhütte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bakuninhütte bei Meiningen, Thüringen ist ein anerkanntes Kulturdenkmal des Anarchosyndikalismus. Die nach Michail Bakunin, benannte Hütte wurde ab 1926 von den Syndikalisten der Meininger Ortsgruppe der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) erbaut.<br>Die Bakuninhütte, der zu ihr gehörende Bakunin-Gedenkstein und das historische Grundstück wird seit September 2015 vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie aus geschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen als Kulturdenkmal anerkannt.[1] Dieser Status bezieht sich auf die geschichtsträchtige Funktion dieses Ortes: ursprünglich als Schutzhütte, später als Ausflugs- und Wanderziel sowie als Schulungs- und Erholungsstätte der Arbeiterbewegung.<br>Seit Oktober 2018 ist die Bakuninhütte ein Naturfreunde-Anschlusshaus.[2]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wanderverein Bakuninhütte e.V. <br>Postfach 100134 <br>98601 Meiningen<br>Tel: 03693/477039 <br>www.bakuninhuette.de<br><span 
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<h3 class="wp-block-heading">Das Waldheim</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Waldheim Sillenbuch in Stuttgart wurde am 27. Juni 1909 durch seinen ersten Vorsitzenden Friedrich Westmeyer in einer offiziellen Eröffnungsfeier der gesamten »organisierten Stuttgarter Arbeiterschaft« übergeben. Das v. a. von KPD-Mitgliedern getragenen Haus bietet vor allem Ferien für arme Kinder der Arbeiterbewegung. Schon vor der Verabschiedung des »Gesetzes über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens« am 14. September 1933 wurde das Waldheimgelände, wie auch das Vereinsvermögens schon am13. März 1933 beschlagnahmt.<br>Das heute als Clara Zetkin Haus bekannt Waldheim erhält keine staatlichen Zuschüsse. Das Waldheim muss sich selbst durch seinen Wirtschaftsbetrieb tragen. Ehrenamtliche ermöglicht es Speisen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen anbieten zu können. Bis heute setzen sie sich für Frieden, Völkerverständigung, Demokratie und Sozialismus ein. Auf unserem Waldheimgelände wollen sie Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen einen angenehmen und ungezwungenen Aufenthalt ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waldheim Stuttgart e.V. / Clara Zetkin Haus<br>Gorch-Fock-Straße 26<br> 70619 Stuttgart <br>Tel: 0711 &#8211; 471235<br><span 
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<h3 class="wp-block-heading">Die Karl-Liebknecht-Schule</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haus, in dem heute die Karl-Liebknecht-Schule beheimatet ist, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Errichtet von der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den 1920er Jahren als „Volkshaus“ wurde es 1933 beschlagnahmt und von der SA genutzt. Viele Erbauer und Nutzer landeten in den Zuchthäusern und KZs. 1946 wurde das Haus der rechtmäßigen Eigentümerin, der heutigen Kulturvereinigung Leverkusen e.V., zurück übereignet. <br>Trotz aller Widrigkeiten befindet sich die Immobilie auch heute noch im Eigentum der Kulturvereinigung.<br>Die DKP ist seit 1977 Hauptmieterin und betreibt im Gebäude die Karl-Liebknecht-Schule (KLS). 2018 startete eine umfassende Sanierung. Heute kann ein modernes Bildungs- und Kulturzentrum von einer Vielzahl an Organisationen und Gruppen genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl-Liebknecht-Schule der DKP<br> Am Stadtpark 68 <br>51373 Leverkusen <br>Tel: 0214 / 45418<br><span 
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		<title>12.01.2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[365Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbaustein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildungsbaustein: Gedenkstättenarbeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In unserem 365-Tage-Blog zum 100-jährigen Jubiläum von Heideruh wollen wir nicht nur erinnern und zurückblicken, sondern auch einordnen und Wissen teilen. So werden wir hier immer wieder kleine „Bildungsbausteine“ veröffentlichen: kurze Texte zu Begriffen, Themen und Fragen größtenteils aus den Bereichen Antifaschismus, Demokratie und dem Schutz einer offenen Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir möchten diese Reihe nicht allein füllen: <br>Welche Begriffe, Themen oder Fragen interessieren dich? <br>Was sollte erklärt, erinnert oder eingeordnet werden? <br><a href="https://100-jahre-heideruh.de/mitmachen/" data-type="page" data-id="534">Schreib uns</a> – denn Bildung lebt vom Austausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute beginnen wir mit dem ersten Bildungsbaustein. Er beschäftigt sich mit der Frage, warum Gedenkstättenarbeit unverzichtbar ist – und warum es nicht egal ist, wie sichtbar Orte des Erinnerns in unserem Alltag sind.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-neve-link-hover-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-hover-color-background-color has-background is-style-wide"/>



<h2 class="wp-block-heading">Bildungsbaustein: Gedenkstättenarbeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Januar habe ich im Rahmen des Ausflugsprogramms „Jahreswechsel 25/26“ mit einer Gästegruppe die Gedenkstätte „Ehrenfriedhof – Opfer der KZ-Häftlingstransporte 1945“ in der Nähe von Lüneburg (Tiergarten) besucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Ehrenfriedhof sind überwiegend Opfer des schwersten Kriegsverbrechens der Lüneburger Geschichte, der Ereignisse im April 1945 am Güterbahnhof Lüneburg. Rund um den 7. April haben Nazis KZ-Häftlinge nahe des Bahnhofgeländes ermordet. 256 Menschen fanden hier den Tod! <br>Ein paar Monate nach dem Ende des 2. Weltkrieges erfuhr die britische Besatzungsmacht von zwei Massengräbern unweit der Stelle des heutigen Friedhofs. Sie veranlasste die Umbettung der Toten aus den Massengräbern in Einzelgräbern auf eine Waldlichtung, wo sie am 3. Oktober feierlich bestattet wurden.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich dort neben der Geschichte selbst besonders erschreckt hat, war etwas scheinbar Banales: Diese Gedenkstätte ist kaum zu finden. Keine auffällige Beschilderung, keine selbstverständliche Präsenz im öffentlichen Raum. Man muss sie suchen wollen – und selbst dann ist es nicht einfach.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das wirft Fragen auf. Nicht nur nach diesem konkreten Ort, sondern nach dem staatlichen Umgang mit Gedenkstätten insgesamt. Welche Orte des Erinnerns werden sichtbar gemacht, welche verschwinden und welche fehlen ganz? Und was sagt das darüber aus, welchen Stellenwert Gedenkstättenarbeit in Deutschland heute hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund beginnt der folgende Bildungsbaustein mit einer einfachen, aber zentralen Frage: Warum ist Gedenkstättenarbeit wichtig?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gedenkstättenarbeit – warum sie wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist Gedenkstättenarbeit?  Gedenkstättenarbeit umfasst das Erinnern, Forschen, Vermitteln und Lernen an Orten, an denen nationalsozialistische Verbrechen begangen wurden oder an denen Widerstand, Verfolgung und Leid sichtbar werden. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit Bildungsarbeit und gesellschaftlicher Verantwortung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Historischer Bezug </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 1945 wurden viele Tat- und Leidensorte verdrängt, überbaut oder vergessen. Erst durch das Engagement von Überlebenden, Angehörigen und antifaschistischen Initiativen entstanden Gedenkstätten – oft gegen erheblichen Widerstand. Gedenkstättenarbeit ist daher immer auch ein Ergebnis von Kämpfen um Anerkennung, Wahrheit und Würde der Opfer.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ist sie heute unverzichtbar? </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitzeug*innen sterben, Stadtbilder verändern sich, Geschichtsrevisionismus nimmt zu, rechtsextreme und antisemitische Positionen werden wieder salonfähig. Gedenkstättenarbeit wirkt dem entgegen: Sie macht Geschichte konkret, widerspricht Verharmlosung und zeigt, wohin Ausgrenzung, Rassismus und autoritäres Denken führen können. Sie schafft Räume für Fragen, Zweifel und Lernen – ohne einfache Antworten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bedeutung für Demokratie heute </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gedenkstätten sind keine Orte der Vergangenheit, sondern Lernorte für die Gegenwart. Sie stärken demokratische Werte, fördern Empathie und machen deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Und wer versteht, wie schnell Rechte zerstört werden können, erkennt auch, warum sie heute geschützt werden müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezug zu Heideruh </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heideruh steht in der Tradition antifaschistischer Gedenk- und Bildungsarbeit. Als historischer Ort der Begegnung verbindet es Erinnern mit politischer Bildung, Austausch und Verantwortung im Hier und Jetzt.<br>Heideruh ist keine Gedenkstätte; glücklicherweise haben hier während des Faschismus keine Grauen stattgefunden. Heideruh ist aber ein <strong>GeDenkort</strong> oder lebendiger Erinnerungsort. Vorteil ist, dass Heideruh nicht abhängig von staatlicher Erinnerungspolitik ist. Nachteil ist, dass die Erinnerungsarbeit nicht finanziert wird. Was wir gerade jetzt deutlich spüren, denn aktuell fühlt sich kein Amt zuständig für das 100. Jubiläum von Heideruh.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Heike (AG 100 Jahre)</p>



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<p class="wp-block-paragraph">PDF zum Download mit den Gedenktafeln</p>



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